Lothar I. und Edda I. von der Roetgener KG stürmisch begrüßt

ROETGEN. Nach einem großartigen Dreigestirn (2015) und einem Solo-Prinzen (2016) schwingt in dieser Session nun ein Prinzenpaar das Zepter über Roetgens Närrinnen und Narren. Die KG Roetgen proklamierte bei ihrer großen Sitzung im Festzelt die neuen Tollitäten Prinz Lothar I. (Peters) mit Prinzessin und Ehefrau Edda I.

Herzlicher Empfang wurde dem Prinzenpaar zuteil, das von der Musikvereinigung Roetgen, der beide angehören, mit einem züntigen Narrenmarsch auf die Bühne gespielt und geleitet worden war. Präsident Rainer Hütten zeigte sich erlöst, dass die knisternde Spannung „endlich vorbei war.“

„Wir haben ein neues Prinzenpaar, auf das wir sehr stolz sind“, ließ Hütten wissen. Zuvor jedoch hatte er den bis dahin noch amtierenden Prinzen Kurt II. (Pipper) würdig verabschiedet. Lothar und Edda, das sind „echte Rüetscher Eigengewächse“ aus der Musikvereinigung, in der beide musikalisch für den guten Ton sorgen. Stolz darauf ist auch MVR-Leiter Manfred Reinartz, der nun mit seinem Klangkörper als „Hokapelle“ die beiden Tollitäten begleiten wird.

Rainer Hütten stellte das Prinzenpaar vor (der 57. Prinz und das neunte Prinzenpaar der KG Roetgen 1954). Lothar Peters (47), Diplomkaufmann, Edda Peters (44), Grafikerin. Der Prinz ist seit Jahrzehnten mit dem Bezirksligisten FC 13 Roetgen eng verbunden, als Spieler und insbesondere als Schiedsrichter. Seit über 30 Jahren kennt man ihn als Musikus, als Trompeter und aktives Mitglied der MVR. Prinzessin Edda ist in der MVR mit der Querlöte aktiv, verzauberte aber auch mit ihrem Saxofon die Musikfans. I „Lothar hat sich einen Kinderwunsch erfüllt, jetzt ist er Prinz Karneval in Roetgen“, so Präsident Hütten. Seine Edda werde ihn auf dem Weg bis Aschermittwoch begleiten und nicht von seiner Seite weichen. Getreu der Hymne der beiden „Steh‘ auf, mach‘ laut. Mach‘ richtig laut“, ging im Festzelt die Post ab.

Ein buntes Programm sorgte für reichlich Kurz-weil. Die eigenen Tanzgar-den und Tanzmariechen brannten eine Tanzrevue ab, die Freie Garde gab sich närrisch. Harry und Achim verzapften olle Kamelle, der „Flachlandtiroler“ schloss sich ihnen an, brillierte aber mit einem zünftigen Jodler nach bayerischer Art. Den Schlusspunkt setzte „Schäng“, die rheinische Mundartgruppe mit ihren Hits, bis dann gegen Mitternacht der „ganze närrische Spuk“ ein Happy End fand. (der)

 

Aus Super Sonntag vom 12.2.2017