Roetgener Fußgruppen zeigen sich beim Rosenmontagszug wieder kreativ. Ausgefallene Kostüme und viele Zuschauer.

Roetgen. Bunt kostümiert und mit ausgelassener Stimmung haben die Jecken in Roetgen den Straßenkarneval bei ihrem Rosenmontagszug gefeiert, angefeuert von vielen Zuschauern, die am Straßenrand auf Kamelle-Jagd waren. Ausgefallene Mottos hatten wie sich die Familien, Cliquen und Vereinen auch in diesem Jahr wieder einfallen lassen.

Vorneweg zog die Feuerwehr Roetgen, deren Mitglieder in farbenprächtigen Gewändern und mit Rastafrisuren und Häkelnmützen in den Jamaika-Farben den Zug anführten. Ihren Leitspruch "Auch ein Hippie muss mal Pippi" hatten sie als großes Plakat auf ihrem Traktor gespannt.

Direkt dahinter die Drachen-Fuß-Gruppe. Mit bunten Schuppen am Körper und Kautschuk-Flammen auf dem Kopf zogen sie kleine Vulkane hinter sich her, in denen Sie die Süßigkeiten aufbewahrten.

Die Rütscher Biker versetzten sich mit ihrem Wagen auf die Route 66. Hinter ihm war die KG Elferrat Rott mit ihrem Tanzmariechen Laura den Zuschauern Kamelle zu.

Besonders kreativ war auch die Fußgruppe Entenhausen. Unter anderem als Panzerknacker, Minie Mouse und Donald Duck zogen sie durch die Gemeinde. Bei der Gruppe vom "Super-Sommer 2018" gab es derweil etwas Herzhaftes zu futtern: Kleine auf Zahnstochern aufgespießte Würstchen wurden verteilt. Mit randvoll bepackten bunten Planschbecken um die Hüfte gespannt und Quietscheenten auf dem Kopf gedachten sie der heißen Temperaturen, die für den außergewöhnlichen Sommer im vergangenen Jahr gesorgt haben.

Ihnen auf den Fersen: die Popcorngruppe. Mit Popcornbechern im roten Haar und einzelnen Popcorn zur Kette aufgefädelt am Rock, verteilten die Damen die gekochten Maiskörner auch direkt an die Kleinsten.

Der TV Roetgen war direkt mit zwei Gruppen vertreten: die Mitglieder des Vereins verkleideten sich als Bälle und verteilten kräftig Würstchen mit Toastbrot an die hungrige Meute. Die Handballerinnen des TV feierten ihren Trainer, Prinz Laurin I. (Melms), mit dem Spruch "Janz Kölle singt Karneval im Chor. Mer danze und fiere mit Prinz Laurin am Eifeltor". Und er hatte gleich auch noch einen ganzen Fanclub im Zug mit dabei.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Musikvereinigung Roetgen. Auch die Kindertanzgarde war mit von der Partie.

Zu einer der kleineren, aber verhältnismäßig sehr kreativen Gruppe zählten die "Dorfkinder". Mit selbst gebastelten Ortschilder mit Sprüchen wie "Heimat ist wo du zu Hause bist" und "das ganze Dorf ist ein Verein" zeigen Sie, wie stolz sie sind, Roetgener zu sein. Doch sie äußerten auch Kritik: Dass der Glasfaserkabel-Ausbau ruhig schneller vom statten gehen könnte, darauf ließ ihr Hinweis "Deutsche-Glasfaser-Ausfallgebiet" schließen.
 
Obligatorisch in jedem Rosenmontagszug in Roetgen der Wagen des Kinderprinzen. Das Kinder Dreigestirn Prinz Julian I, Bauer Philipp und Jungfrau Annika warf fleißig aus seinem Wagen heraus Süßigkeiten in Richtung der Zuschauer - ebenso wie seine Begleitgruppe.
 
Die gestandenen Herren des Elferrat folgten zugleich.
 
Und zu guter Letzt: Prinz Laurin I. mit lauter Musik auf dem Wagen und spektakulären Rauch-Effekten schloss der 20-jährige den Zug. (nt)
 
Aus Eifeler Zeitung vom 5.3.2019